Die Krabbelzufriedenheitsphase hat nicht lange angedauert. Klein F. scheint sich alleine zu langweilen. Oft will sie den ganzen Tag nur rauf und runter und wieder rauf und wieder runter. Alle paar Sekunden entscheidet sie sich anders kommt mir vor. Am Boden ist sie nicht auf meinem Arm und auf meinem Arm lässt es sich nicht so gut spielen. Verständlich irgendwie. Aber dass sie selbst manchmal nicht weiß, was sie eigentlich will, macht es natürlich nicht einfacher. Und sie fordert fast ständig meine direkte Nähe und Aufmerksamkeit. Selten ist sie so vertieft, dass ich ein bisschen Freiraum habe.

Was bin ich genervt, oft. Fühle mich überfordert und unterfordert zugleich. Manchmal ist da auch Wut, von der ich gar nicht weiß, wohin damit. Ich fühle mich ganz schrecklich wegen dieser Gefühle, denn eigentlich ist Klein F. doch gar nicht so anstrengend.

In schwierigen Momenten hilft es mir, sie einfach anzusehen. Meine kleine süße liebe Baby-F.! Wie könnte man ihr böse sein? Ich erinnere mich bewusst daran, dass es für sie auch nicht einfach ist. Wenn sie weint und quengelt und an mir klebt, dann tut sie das nicht weil ihr das Spaß macht, sondern weil sie meine Hilfe und meine Nähe braucht. Oft stelle ich mich mit ihr vor den Spiegel, sehe wie klein sie eigentlich auf mir noch aussieht, was ich aus der Auf-dem-Arm-Perspektive ein bisschen aus den Augen verliere. Und wir singen und tanzen viel. Das liebt sie und fröhliche Musik ist ja sowieso ein Stimmungsaufheller, für uns beide.

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