Zwei lange Wochen war der Mann jetzt ohne uns fort. Um sein Studium abzuschließen, musste er auf eine Exkursion fahren. Dieses Jahr ging diese Exkursion nach Island – ein schöner Ort um Urlaub zu machen und am liebsten wären Klein F. und ich einfach mitgefahren.

Von der Exkursion und dem Termin wusste ich schon lange. Damals war Klein F. noch ganz klitzeklein und ich konnte mir noch gar nicht vorstellen, wie es ein paar Monate später mit ihr sein würde. Nie hätte ich gedacht, dass ich dann kurz davor noch so große Angst vor der relativ langen Zeit mit ihr alleine haben würde. Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich den Alltag mit 9-Monatsbaby (immer noch) so schwierig finden würde.

Vorher also große Angst, immerhin bin ich sonst oft schon nach zwei Tagen ohne Pause ziemlich ausgelaugt (ich Lusche!), wenn der Mann zum Arbeiten weg ist. Dann aber die große Überraschung: es war ok! Klar war ich genervt, natürlich habe ich mir eine Pause gewünscht! Aber in Summe war ich nie so fertig, wie ich es sonst nach zwei Tagen schon bin. Die ersten zwei Tage wurde ich krank, vermutlich weil ich mich genau davor gefürchtet hatte, aber auch das habe ich relativ gut und vor allem sehr schnell überstanden.

Der Trick ist ja, einfach nicht daran zu denken. Wenn man sich ständig sagt, wie lange man jetzt ohne Pause durchhalten muss und wie furchtbar das ist, kann es ja nur eine miese Zeit werden. Blöderweise bin ich der Typ, der genau das normalerweise macht. Irgendwie habe ich es aber geschafft mit Klein F. gut in den Tag hineinzuleben. Wir haben uns größtenteils treibenlassen, nicht zu viel vorausgeplant und konnten spontan tun, worauf wir gerade Lust hatten. Das hat alles einfacher und entspannter gemacht. An den meisten Tagen hatten wir eine wirklich schöne Zeit!

Würde es jetzt noch ein Weilchen so gehen, wäre das ok. Trotzdem bin ich froh, dass der Mann schon im Auto auf dem Weg hierher ist!

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