So oder so ähnlich ist wohl Klein F.s Gedanke. Wenn sie erstmal schläft, schläft sie meist ganz gut. Tagsüber ist sie zwar eher eine kleine Powernapperin und auch nachts muss man ein paar Mal Schnuller reichen oder ein bisschen schaukeln, aber auch wir Eltern kommen oft zu ausreichend Schlaf.

Vom Einschlafen aber hält Klein F. gar nichts. Einschlafen wäre hier auch das falsche Wort. Meistens ist es eher ein Umkippen vor Erschöpfung. Im Kinderwagen sieht das dann zB so aus, dass sie mit dem Oberkörper seitlich raushängt, weil sie bis zum finalen Augenzufallen noch neugierig hinausschauen musste. Wenn ich mich mit ihr hinlege, turnt sie immer erstmal mindestens 15 Minuten (eher 30) im Bett herum – das aber in einem bereits deutlich müden Zustand. Es ist ein ständiges auf und ab. 1-2 Sekunden ruht sie sich aus, kuschelt kurz ihren Kopf an mich oder legt sich bäuchlings auf die Matratze um dann sofort wieder aufzuspringen um weiterzukrabbeln und zu turnen. Abends dauert es oft besonders lang. Heute war es wiedermal besonders spät – Klein F. kippte erst um 23:15 Uhr um. So bleibt im Grunde keine „Abendfreizeit“, wenn man nicht selbst unvernünftig lange wach bleiben möchte.

Am allerbesten klappt das Einschlafen beim Trinken. Wenn große Müdigkeit auf Hunger trifft, ist der Jammer erstmal groß, führt dann aber mit Hilfe der Milchflasche fast immer zu einem selig schlafenden Baby.

Ich verstehe Klein F. ja – sie muss den ganzen Tag Dinge angreifen, schmecken, ausprobieren, herumwerfen, damit irgendwo dagegenklopfen und noch viel mehr. Das ist viel zu aufregend und wichtig um seine wertvolle Babyzeit mit Schlaf zu vergeuden.

Solange wir nicht wegen fehlendem Nachtschlaf jeden Tag müde sind, kann ich mit Klein F.s Schlafverhalten aber gut leben. Ich habe es mittlerweile auch größtenteils aufgegeben, sie zum Schlafen zu überreden. Wenn man ein paar Mal eine Stunde neben einem vermeintlich müden Baby im Bett gelegen hat und erfolglos versucht hat es in den Schlaf zu kuscheln, dann empfindet man das irgendwann als Zeitverschwendung.

Unterwegs ist das eigentlich ganz praktisch. Ich nehme einfach keine Rücksicht auf irgendwelche Schlafzeiten (die sowieso jeden Tag anders sein können) und wenn Klein F. dann mal nach kurzer Zeit wieder wach ist, dann ist das kein Weltuntergang, weil sie tagsüber sowieso selten lange schläft. Also irgendwie auch ein Plus an Flexibilität für uns.

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