„Fahr doch auf Urlaub“, sagt der Mann. „Haha, und wovon soll ich das bezahlen?“, frage ich. „Ich bezahle!“, schlägt er vor. Ich soll also Urlaub bekommen! Noch weiß ich nicht wohin und allzu teuer darf es natürlich auch nicht werden. Vermutlich werde ich einfach schauen, ob mir in nächster Zeit ein Last-Minute-Angebot ins Auge springt.

„Wieso die Großzügigkeit?“, wird sich jetzt die eine oder andere Leserin vielleicht neidvoll fragen. Wie ihr wisst, ist der Mann ohnehin schon jede Woche drei ganze Tage 300km weit weg um zu arbeiten. Nun war er Anfang des Monats auch noch zwei Wochen auf einer Exkursion in Island, hat die nächsten zwei Tage gearbeitet, war dann 3,5 Tage zu Hause (von denen ich zwei krank war – also auch alles andere als eine schöne erholsame Zeit), dann zwei Tage unterwegs, zwei Tage zu Hause, im Moment wieder vier Tage unterwegs, im Anschluß einen(!) mageren Tag zu Hause und Ende nächster Woche wieder drei Tage unterwegs.
Das macht im Juli ganze sechs Tage (und nur unwesentlich mehr Nächte), die der Mann mit uns verbracht hat!

Abgesehen davon, dass es für ihn traurig ist, dass er Klein F. so selten sieht (und umgekehrt), ist es für mich auch anstrengend. Ich fühle mich teilweise ausgebrannt und irgendwie ist keine Erholung in Sicht. Wenn ich für ein paar Tage auf Urlaub fahre, kann ich mich erholen während Mann und Kind Exklusivzeit zusammen genießen können. Klingt toll, oder?

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