Vor kurzem wurde auf Twitter nach Träumen gefragt. Meine Antwort war etwa: Ich sehe im Moment für die meisten meiner Träume keinen Weg, sie zu erfüllen.
Das klingt jetzt erstmal furchtbar negativ, aber die Sache ist die: Ich kann auch mit unerfüllten Träumen ein glückliches und zufriedenes Leben haben, wenn ich mich nicht obsessiv mit ausgerechnet diesen Träumen befasse.

Ja, hin und wieder kommt Frust deswegen hoch. Wenn ich Einblicke ins Leben anderer Menschen bekomme, die sich einen oder mehrere meiner Träume erfüllt haben. In diesen Momenten muss ich mich bewusst daran erinnern, dass mein Leben doch schön ist und es mir gut geht.

Ich habe ein gutes Leben. Ich habe den Luxus, viel Zeit mit meinem Kind verbringen zu können. 3 Jahre und mehr, wenn ich das möchte. Ich kann nebenbei ein wenig studieren und arbeiten. Ich bin jung genug um noch so unendlich viel in meinem Leben machen zu können. Wir haben eine schöne Wohnung und genug Geld um relativ sorglos zu leben.
Was macht es da, wenn ich mir weder Traumkleider noch Traumreisen oder ein Traumhaus mit Traumeinrichtung leisten kann? Wenn ich vermutlich niemals wieder so wenig wiegen werde wir vor etlichen Jahren? Was bringt es von Karriere zu träumen, wenn ich doch im Grunde viel zu wenig Ehrgeiz für eine solche besitze?
Eben. Es ist gut so, wie es jetzt ist.

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