Seit einer ganzen Weile (Wochen? Monate!!!) hat Klein F. eine immer wieder sehr intensive Babyphase. Ich kenne das von anderen Kindern aus dem Bekanntenkreis, aber da war der vermeintliche Auslöser eigentlich immer ein Geschwisterchen. Aber vermutlich braucht es dafür gar keinen Auslöser.
Klein F. wechselt teilweise sekündlich zwischen „Ich bin schon groß“ und „Kmäkmä, ich bin ein kleines Baby!“, wobei das Babysein deutlich überwiegt. Grundsätzlich gehe ich ja immer erstmal davon aus, alles ist normal und so eine Phase geht ja wieder vorüber.

Wenn unser kleines Mädchen also urplötzlich nicht mehr gehen, selbst essen und sich natürlich nicht mehr selbst an- und ausziehen konnte, nahm ich das gelassen und bediente sie hinten und vorne kam ihren Wünschen nach. Ich nehme sie auch in den Arm wie ein Baby und wiege sie, ich liebe es sogar das zu tun – als sie ganz klein war mochte sie nämlich fast nie so gehalten werden. Auch als wir ganz selbstverständlich ohne Windeln in den Urlaub fuhren und dort dann für unser Kind, das überraschenderweise plötzlich ein Baby war, wieder Windeln kauften, nahmen wir das mit Humor.

Langsam beginnt dieses Babygetue aber, mir auf die Nerven zu gehen. Diese Phase dauert mir eindeutig zu lange und ich will, dass Klein F. da bald wieder herausfindet. Ich finde es schön und praktisch, wenn sie schon vieles selbst kann und es auch tut!
Bisher habe ich ihr immer zugestimmt, dass sie ein kleines Baby ist, wenn sie das verkündet hat. Jetzt überlege ich, ob das vielleicht eine blöde Idee war. In den letzten Tagen habe ich versucht auf: „Du bist kein Baby mehr/schon groß, aber wenn du das möchtest, helfe ich dir natürlich trotzdem die Schuhe auszuziehen/beim Essen/trage ich dich ins Wohnzimmer/…“. Klein F. findet das gar nicht lustig und widerspricht mir energisch oder weint und schreit sogar, dass sie sehr wohl ein Baby sei. Schwierig also, darauf zu reagieren ohne sie zu provozieren.

Kennt ihr das auch?

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