Ich mag keine Entscheidungen. Ich mag sie nicht treffen. Ich mag es nicht, wenn plötzlich Entscheidungen getroffen werden, die mich/uns betreffen, denn dann muss ich mich umstellen und anscheinend bin ich doch weniger spontan und flexibel als ich gerne denke zu sein.

Besonders schlimm sind die Entscheidungen, die man für jemand anderen treffen muss, für das eigene Kind. Manche sind einfach, weil die eigene Meinung oder Erfahrung eine ganz klare Richtung vorgibt. Und dann gibt es da noch die Entscheidungen, bei denen ich unweigerlich an „Vom Regen in die Traufe“ denken muss.

Im Moment stehen wir vor so einer Entscheidung und unter Zeitdruck. In Klein F.s Kinderhaus geht es drunter und drüber. Die Pädagoginnen sind toll, aber offensichtlich so unzufrieden mit der Leitung, dass sie reihenweise kündigen. Noch geht unsere Tochter in die Kleinkindgruppe und eigentlich sollte sie im Herbst zu den größeren Kindern wechseln. Im Moment steht für mich nur fest, dass sie allerhöchstens noch bis Ende Juni in ihrer Gruppe bleiben wird. Aber ob sie danach im selben Haus in die Gruppe der Älteren wechselt oder doch besser in einen ganz anderen Kindergarten bereitet uns zur Zeit Kopfzerbrechen.

Der Mann meint: „Besser das unsichere Bekannte als das unsichere Unbekannte!“ und ich bin fast geneigt ihm Recht zu geben. Dazu kommt, dass es sehr unwahrscheinlich ist, so kurzfristig irgendwo einen anderen Platz für Klein F. zu bekommen. 

Pro und Contra Listen sagen mir klar, dass es trotz allem besser wäre in diesem Kinderhaus zu bleiben. Immerhin kennt Klein F. das Haus, viele der älteren Kinder, ihre zukünftige Pädagogin, ist voller Vorfreude und wir wohnen 5 Gehminuten entfernt. Luxus! Außerdem habe ich eigentlich keine Zeit für eine Eingewöhnung in einem anderen Kindergarten. In unserem Kinderhaus würde sie von ihrer derzeitigen Betugsbetreuerin in die neue Gruppe begleitet werden, Anfangs nur kurz bleiben und dann jeden Tag mehr Zeit dort verbringen. 

Wenn nur die Unsicherheit nicht wäre, ob die tolle Pädagogin in Klein F.s eventuell zukünftiger Gruppe bleibt oder ob sie die nächste ist, die unter dieser Leitung nicht mehr weiterarbeiten kann/will.

Heute Mittag werde ich erfahren, ob es überhaupt einen anderen Platz für Klein F. gibt und fast hoffe ich, dass wir eine Absage bekommen. Weil wir uns dann nicht entscheiden müssten. Weil es vieles einfacher machen würde.

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