Was machst du eigentlich den ganzen Tag, möchte Frau Brüllen wissen. Und ich antworte:

07:00 Das Kind möchte ein Fläschchen. Ich sage „gleich“ und wir schlafen beide wieder ein.

08:00 Wir werden von lauten Geräuschen geweckt. „Ein Hubschrauber“, mutmaßt Klein F. „Die Müllabfuhr“, weiß ich. Ich mache Klein F. endlich ihr geliebtes Fläschchen und wir kuscheln noch ein paar Minuten im Bett. Dann schicke ich sie ins Kinderzimmer, um den Mann aufzuwecken. (Nächtliches Bettenkarussell, don’t ask.) Die beiden wollen gleich in der Früh los, um einen zweiten Badeanzug für Klein F. und eine Luftmatratze zu besorgen.

08:30 Mein kleines Mädchen und ich sehen am Handy in die Wetterapp und beraten uns über Bekleidungsoptionen. F.s Favorit „nur Unterhose“ wird von mir zugunsten „Kleid und Unterhose“ überstimmt. Gemeinsam entscheiden wir uns für ein bisher selten getragenes blau geblümtes Kleid.

08:45 Mann und Kind sind aus dem Haus, ich dusche in Ruhe.

09:00 Ich setze mich mit trockenem Lesestoff für die Uni aufs Sofa. 

09:45 Wäsche: Abnehmen, falten, verräumen und die nächste Ladung anstellen.

10:00 Klein F. und der Mann kommen vom Einkaufen zurück und haben frisches Gebäck fürs Frühstück mitgebracht. Wir frühstücken gemütlich und trinken den ersten Kaffee des Tages.

10:45 Unsere Tochter besteht darauf, die neue Luftmatratze sofort aufzublasen und probezuliegen. Ich blase also, bis mir schwindelig wird. Der Mann räumt in der Zwischenzeit das Frühstück weg und den Geschirrspüler ein.

11:00 Ich versuche Klein F. einzufangen um sie zu waschen, ihr die Zähne zu putzen und sie mit Sonnencreme einzuschmieren, sie hat aber keine Lust. Erst die Drohung „schmutzig und ohne Sonnencreme fahren wir nicht zum See“ zeigt Wirkung, aber F. verlangt „der Papa soll mir die Zähne putzen und mich einschmieren“. Soll mir recht sein ;) Ich habe ja auch selbst genug mit meiner Sonnencreme zu tun. 

11:30 Endlich haben wir alles eingepackt, sind gewaschen, eingecremt und angezogen. Wir können losfahren! Oh, halt – ich laufe nochmal hinauf in die Wohnung, wir haben die Luftmatratze vergessen.

11:50 Wir sind am See angekommen. Es gibt sogar noch freie Parkplätze! Wir suchen uns einen schattigen Platz auf der Wiese unter einem großen alten Baum, breiten die Decke aus und machen es uns gemütlich.

11:55 Klein F. will sofort auf der neuen Luftmatratze ins Wasser, muss sich aber noch gedulden, bis auch der Mann sich seine Badehose angezogen hat. Während die beiden Richtung Wasser laufen, mache ich es mir mit einer Zeitschrift auf unserer Decke gemütlich. Ich habe nicht vor heute mehr als unbedingt nötig in die Sonne zu gehen, weil ich auch mit Schutzfaktor 50+ schnell rot werde.

12:30 Ich sehe mir mit Klein F. ein paar Bücher an während der Mann liest

13:00 Die nächste Wasserrunde startet. Klein F. „schwimmt“ mit ihrem Schwimmflügeln schon fleißig selbst von einem Steg zum nächsten und zurück.

13:30 Ich empfange ein bibberndes Kind, das ich fest in ein sonnenwarmes Handtuch einwickle. Klein F. weigert sich mit dem Mann und mir Uno zu spielen, also spielt sie alleine. Der Mann und ich nehmen uns Skipbo vor. Er gewinnt, wie immer.

14:15 Mann und Kind gehen wieder ins Wasser. Sie wollen mit der Luftmatratze über den See zum nächsten Bad hinüberschwimmen. Ich packe den Lesestoff für die Uni aus.

15:00 Wieder packe ich ein nasses bibberndes Mädchen ins Wärme Handtuch, dann gibt’s endlich Mittagessen. Der Mann hat für uns Nudelsalat, Schnitzelsemmel und Pfirsiche eingepackt. Dann trinke ich mittelguten Kaffee vom kleinen Lokal vor Ort.

15:45 Klein F.s Cousins sind auch ins Bad gekommen und werden rundum eingecremt, während F. vor lauter Freude um sie herumläuft.

16:00 Gemeinsam wollen alle nochmal ins Wasser, bevor wir wieder nach Hause fahren. Ich bleibe bei meinem Lesestoff.

16:30 Die Kinderbande kommt nass zurück, wird trockengerubbelt und mit Bananen versorgt. Dann puzzlen sie und spielen Ball.

16:50 Wir packen unsere Siebensachen zusammen. Das meiste passt zum Glück in unser Kästchen direkt im Bad (Nach 3 Jahren auf der Warteliste. Yay!)

17:05 Auf dem Parkplatz freuen wir uns, dass wir nicht eingeparkt wurden und fahren Richtung Erdbeerland.

17:20 Wir kommen beim Erdbeerland an und haben heute sogar eine Schüssel dabei. Es sind wahnsinnig viele wunderschön rote Erdbeeren zu finden und innerhalb kürzester Zeit ist die Schüssel gegupft voll. Klein F.s Bauch auch. Auf dem Weg nach Hause kaufen wir noch ein paar Becher Joghurt.

17:50 Der Mann macht sich an die Zubereitung der Erdbeeren. Klein F. wünscht sich Erdbeeren pur und Erdbeerjoghurt, der Mann und ich nur Joghurt. In der Zwischenzeit hänge ich die nassen Badesachen und die saubere Wäsche auf.

18:10 Essenszeit! Wir vertilgen fast alle Erdbeeren. Ein kleiner Rest Joghurt wandert in den Kühlschrank. 

18:45 Nachdem er das Geschirr in den Geschirrspüler geräumt hat, lässt sich der Mann, der vergessen hat sich rechtzeitig mit Sonnencreme einzuschmieren, von mir mit kühlender Apres-Sun-Lotion einschmieren. Er ist leider etwas rot geworden. Dann packt er seine Sportsachen, wie jeden Freitagabend.

19:00 Bevor er geht, putzt der Mann Klein F. noch die Zähne und sie zieht sich anschließend, zum ersten Mal in diesem Jahr, einen kurzen Sommerpyjama an.

19:30 Wir liegen endlich im Bett. Klein F. möchte heute „Schlaf gut, Tobi Taps!“ vorgelesen bekommen. Dann sehen wir uns die heutige Sandmännchenfolge auf dem iPad an. 

19:50 „Ich kann immer noch nicht einschlafen! Singt du mir noch etwas vor?“ bittet mich mein kleines Mädchen. Ich singe das Sandmännchenlied, Hänsel & Gretel, Lalelu, Weißt du wieviel Sternlein stehen und Schlaf Kindlein schlaf. Dazwischen muss ich sie daran erinnern, dass man im Liegen deutlich besser einschläft als im Sitzen.

20:00 Klein F. braucht „ganz unbedingt“ noch ein Hörbuch. Die Oktonauten sollen es sein. 

Um 20:10 ist sie endlich eingeschlafen. So ganz ohne Mittagsschlaf war das eben doch ein langer Tag.

20:15 Ich schleiche mich aus F.s Bett und räume ein bisschen auf.

20:45 Ich setze mich nochmal an den Tisch und hole die Unisachen raus.

22:00 Der Mann kommt nach Hause und wir beschließen eine neue Serie auszuprobieren – „Die Brücke“. Danach geht’s ab ins Bett.

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